Eine Zugfahrt
Jutta Ruhnke
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+ Segui
Und alles rauscht gemächlich holpernd vorbei,
dabei sitze ich so schön bequem, dennoch
den Hals nach rechts verdreht zum Fenster hin.
Die Abfahrt war doch etwas steif, ich meine mich.
Jedoch das wurde schnell behoben, liess ich versinken
meinen Körper in dem Sessel, ach so fürchterlich bescheiden.
Und eng war der, wenn auch weich, gar nicht so zum
Bleiben lied der ein, dieser Bösewicht, so ganz neutral,
dann wand ich mich von rechts nach links, ja es war
wirklich banal denn plötzlich hörte ich sagen, wie es
denn nun sei, alles kurz zu sehen, was da holpert vorbei.
So sacht wie ein Schlummer, einlullendes Geräusch.
Rattatta... rattatta... rattatta und so weiter und so fort,
ich begann zu träumen, nahm alles plötzlich wahr,
die Landschaft zog vorbei und auch die Gedanken.
Doch alles blieb verankert in mir, tausend von Bildern
wie ein Sturm in meinem Kopfe, dieser so einsam, das
jedenfalls dachte ich. Es kam ganz anders, wie eine Welle.
Überflutet schien mein Ich, sonnig und übermütig sass ich
dort, mit verrenktem Halse, der nicht genug bekam von
diesem Getöse und Geächze der Räder, die nun auch mich
wach gerüttelt und zum Denken angeregt und im vollen
Rausche zum Handeln mich bewegt. Es muss nun sein.
Noch sehe ich Städte, Wiesen und Getier umher, so innig.
Doch komme ich an, dann ist alles vorbei, nichts holpert
mehr gemächlich vorbei, rattatta... rattatta... rattatta...
der Gedanke nun ist wichtig, ich meine den, der bleibt.
In diesen vielen Bildern, so unscharf und verzweifelt, so
hinterfragt und nicht klar, so eindeutig doch nicht wahr,
es war schön, dieses Schunkeln, unbequem und ganz neutral.
©
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L'autore
Jutta Ruhnke
Sono nata in Nord Germania nell’Aprile 1966 e dal 1995 residente in Italia in provincia di Pordenone. Ho iniziato a scrivere per un sogno, per l'amore verso il pensiero e verso la parola, riempiendo un foglio puro che non aspetta altro che perdere la sua verginità. Una grande soddisfazione di comunicare in solitudine c
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